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Kräutertherapie

Pflanzenheilkunde

Dolden Milchstern
Auch bekannt unter Stern von Bethlehem.
Besonders giftig sind die Zwiebeln,
die besonders stark auf das Herz wirken.
Daher wird sie nur als Blütenessenz verwendet.

Blüte der großen Klette
Unter den volkstümlichen Verwendungen der Klettenwurzel als Heilpflanze finden sich: Hauterkrankungen, Leberleiden, Haarausfall, rheumatische Erkrankungen.

 

  "Gegen jede Krankheit ist ein Kraut gewachsen"

In der Pflanzenheilkunde werden Krankheiten mit Arzneimitteln behandelt, die ausschließlich aus Pflanzenteilen (=Früchte, Samen, Blätter, Blüten, Stängel, Rinden, Wurzeln, Knollen und auch das Holz) oder Pflanzeninhaltsstoffen bestehen. Daraus werden Tees, Pflanzensäften, Extrakten, Tabletten, Dragees oder Pulver hergestellt.

Auf die Frage nach den drei wichtigsten Therapieverfahren soll der Kräuterpfarrer Sebastian Kneipp geantwortet haben: "Erstens Entgiftung, zweitens Entgiftung und drittens Entgiftung."

Die Entgiftung bzw. Ausleitung durch Heilkräuter hat eine lange Tradition und ist auch in unsere modernen Naturheilpraxen sehr wertvoll. Wir nutzen die Kräfte der Pflanzen zur Anregung körpereigener Ausscheidungen. Wissenschaftliche Untersuchungen konnten auch eine spezifische Wirkung mancher Heilpflanzen belegen, beispielsweise bei Vergiftungen durch Schwermetalle oder Pestizide. Beim lesen der alten Schriften des Paracelsus, stellt man erstaunt fest, wie alt dieses Wissen in der Tat ist.

Die Dyskrasie - die Mutter aller Krankheiten

Unter "Dyskrasie" versteht man eine schlechte Beschaffenheit der Körpersäfte. Bei der Dyskrasie hat der Organismus alle Schlackenstoffe gespeichert anstatt sie auszuscheiden. Dadurch können Störungen und Krankheiten im Organismus entstehen.

Die Ausleitung - die Mutter aller Therapien

Die Ausleitung von Schlackenstoffe und Giften werden von innen nach außen und von den edlen zu den unedlen Organen geleitet. Das ist der wichtigste Lehrsatz der Humoralmedizin (lat. Humor = Flüssigkeit, Saft, die Lehre der Säftemischung). Besonders "edel" sind die inneren Organe wie Lunge, Leber, Niere, Herz und Gehirn. "Unedel" sind dagegen Schleimhaut und Haut, also die Grenzflächen des Körpers.

Ein weiterer Lehrsatz stammt von Paracelsus: "Überall, wo der Körper Schmerz erzeugt, will er schädliche Stoffe anhäufen, um sie dort zu entleeren". Ist die Ausscheidung zu gering oder wurde sie unterdrückt kommt es zur Dyskrasie.

Man erkennt die Dyskrasie beispielsweise an chronischen Erschöpfungszuständen und Depressionen, vegetativen Störungen wie Appetitlosigkeit, sexueller Unlust und Schlafstörungen, sowie an stinkenden Sekreten und Ausscheidungen, Muskelverspannungen, Migräne, Kopfschmerzen, chronischen Hautausschlägen, Geschwüren, Autoimmunleiden, Allergien, Wucherungen, Ablagerungen und sogar Krebs.

 

Spagyrik

Die Spagyrik nach Dr. Zimpel

Die Spagyrik basiert auf dem Werk des Schweizer Arztes Paracelsus (1493 - 1541) und der Weiterentwicklung durch den deutschen Arzt Dr. Carl Friedrich Zimpel (1801 - 1879).

Spagyrik bedeutet trennen und wieder zusammenfügen. Sie stellt die Verbindung zwischen moderner Pflanzenheilkunde und klassischer Homöopathie dar.

    

Herstellungsmethode: Gärung, Destillation und Veraschung (zur Asche verbrannt).
Somit sind in den Essenzen pflanzeneigene ätherische Öle, Mineralstoffe und Spurenelemente bzw. organische und anorganische Stoffe der gesamten Pflanzen enthalten. Je nach Dosierung können die spagyrischen Essenzen alle Seinsebenen (Körper, Seele, Geist) nach dem Prinzip „cito, universus et completus“ -  „schnell, ganzheitlich und vollständig" erreicht werden.